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Aktuelles

Dermatologie digital:
Zeitersparnis, Kostensenkung, bessere Versorgung

BERLIN/HAMBURG – Digitale Patientenschulung zuhause am Bildschirm, wissenschaftliche Auswertung großer Mengen von Gesundheitsdaten mit Unterstützung von KI, blitzschneller Austausch von Befunddaten über das Internet dank der elektronischen Patientenakte:  allesamt Themen der 1. Nationale Versorgungskonferenz digitale Dermatologie (NVKdD). 

 

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken sieht große Chancen, knappe personellen Ressourcen noch gezielter einzusetzen. Die Digitalisierung könne dazu beitragen, rascher Facharzttermine zu vermitteln, bürokratische Prozeduren wie das ausufernde Dokumentationswesen zu verschlanken und Kosten zu senken. 

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Der Zeitpunkt für eine 1. Nationale Versorgungskonferenz digitale Dermatologie (NVKdD) Anfang Februar war gut gewählt. Die Online-Veranstaltung nahm Bezug auf die Überlegungen der Ministerin zur nächsten Reformrunde im bundesdeutschen Gesundheitswesen. Vorrangiges Ziel ist die Verbesserung der medizinischen Versorgung von Hautpatienten nach fachärztlichen Standards anhand medizinisch messbarer Daten, wie Prof. Matthias Augustin unterstrich. 

 

Startups bringen Digitalisierung voran

Rund 110 Hautärztinnen und Hautärzte  aus Klinik und Praxis waren der Einladung der Spitzenverbände der Dermatologie unter Federführung des Hautnetz Deutschland gefolgt. Im Verkauf des vierstündigen Zoom-Meetings präsentierten 15 Startups eine Vielzahl neuer Anwendungsmöglichkeiten: von der Versorgungsforschung zu psychischen Problemen bei Hauterkrankungen, über die Therapiebegleitung bei Kindern und Jugendlichen mit Neurodermitis bis hin zur digitalen Auswertung von Laborwerten und histologischen Befunden.  

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Die Digitalisierung ist in der Dermatologie in den vergangenen Jahren weit voran gekommen. Das zeigt auch eine Umfrage des Berufsverbands der deutschen Dermatologen in der eigenen Fachgruppe: Telekonsile und Terminvergabe sind weit verbreitet. Jeder fünfte nutzt bereits regelmäßig eine digitale Telefonassistenz für die Bearbeitung von Patientenanfragen. 

53 Prozent der an einer Umfrage teilnehmenden Hautärztinnen und Hautärzte bewerteten Ende 2025 digitale Anwendung für den Praxisalltag als gut oder sehr gut, wie Dr. Thyra Bandholz bei der Präsentation der Digitalstrategie ihres Verbandes ausführte. Arbeitserleichterungen, Zeitersparnisse und bessere Kommunikation mit den Patienten stehen ganz oben auf der Hitliste in der Einschätzung konkreter Vorteile.

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Zur Sprache kamen im Verlauf der Konferenz aber auch Zugangshemmnisse und Risiken: die Störanfälligkeit der digitalen Infrastruktur, die Erfordernisse des Datenschutzes und Schwierigkeiten des Zugangs für hochbetagte und technikferne Mitbürger.

 

Auf dem Weg zu den Versorgungszielen 2026-2030

Der von Augustin präsentierte Entwurf für die „Nationalen Versorgungsziele digitale Dermatologie 2026-2030“ hat zwölf Punkte: „Chronisch Erkrankte kontinuierlich begleiten“ , „Patientenkompetenz stärken“ oder „Innovationen evidenzbasiert integrieren“ markieren die medizinische Seite, Stichworte wie „Versorgung effizient gestalten“, Zugang sichern“ oder „Resoourcen gezielt einsetzen“ heben stärker auf die gesundheitsökonomischen Aspekte ab. Beide Gesichtspunkte sollen in der Endfassung berücksichtigt und noch weiter ausgearbeitet werden, so das Votum der Konferenz.  

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Die Stoffsammlung und die Empfehlungen der 1. NVKdD werden in den kommenden Monaten von den beteiligten Fachverbänden zusammenfassend bearbeitet. Das Ergebnis  soll dann nach einem förmlichen Beschlussverfahren der Spitzenverbände der Dermatologie noch im Laufe des Jahres  veröffentlicht werden.

Regionales Psoriasis Netzwerk Nordbayern Mob.: +49 162 3460 900  

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