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Für Patienten

Impfskepsis treibt Infektionsrate bei Masern nach oben

WASHINGTON – In den Vereinigten Staaten ist die Zahl der Maserninfektionen 2026 auf den höchsten Wert seit der Jahrtausendwende gestiegen.  Die staatliche Gesundheitsbehörde (CDC) bestätigte für das erste Halbjahr 2318 neue Fälle. Im ganzen Vorjahr waren es mehr als 2200, darunter drei Todesfälle. Noch im Jahr 2000 galt das Virus in den USA als eliminiert.

 

Die Mehrzahl der Infizierten ist ungeimpft, weitaus die meisten sind im Kindes- und Jugendalter, zwanzig Prozent im Alter unter fünf Jahren. Zehn Prozent der erkrankten Kleinkinder mussten stationär behandelt werden.

Landesweit sank einem Bericht der New York Times zufolge die Masernimpfrate während der COVID-19-Pandemie und hat sich seither nicht wieder auf die für die Eindämmung erforderlichen 95 % erholt. Zwar zeigen die neuesten nationalen Daten, dass etwa 93 % der Kindergartenkinder gegen Masern, Mumps und Röteln geimpft sind, doch ist dieser Schutz regional höchst unterschiedlich ausgeprägt: In einigen Gemeinden liegt die Impfrate bei nahezu 100 %, in anderen unter 80 % Neuinfektionen..

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Keine Angst vor der Impfe... Zur Belohnung gibt es nach der Injektion einen Smilie.

Foto: AdobeStock/Pusteflower9024

Eine Trendwende würde eine landesweite Initiative zur Steigerung der Impfquoten erfordern. Unter Führung von US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. halten viele Impfexperten ein solches Vorhaben für unwahrscheinlich, wie die New York Times weiter berichtet. Kennedy spielt die Risiken von Masern herunter und verunsichert die Öffentlichkeit mit der wissenschaftlich unhaltbaren Behauptung, Impfstoffe seien Auslöser von Autismus. Die Finanzierung der Erforschung von Impfskepsis und ihren Folgen hat die Trump-Administration eingestellt. Mehr zur Situation in den USA >> Teddy Rosenbluth, Measles Cases Hit New Record in U.S., as Vaccination Rates Wane, NewYork Times, 24. Juli 2026

Erhebliche Infektionsdynamik weltweit

Im November kommt ein Gremium internationaler Experten der Welt-Gesundheitsorganisation (WHO) zusammen, um den Eliminationsstatus der USA als ein Land ohne endemische Masernübertragung zu überprüfen. Lange Zeit galt die vollständige Maserninfektionsfreiheit als einer der größten Erfolge des öffentlichen Gesundheitswesens in den USA, nachdem noch zu Beginn der 1990er Jahre mehr als 55000 Fälle mit 123 Todesfällen zu verzeichnen waren.

Den Status als masernfreies Land verloren hat im Vorjahr bereits das benachbarte Kanada mit mehr als 2000 Fällen. Andere Staaten berichten von einer erheblichen Infektionsdynamik. Bangladesh bestätigte allein seit März 2026 rund 8000 Fälle.

In Deutschland bewegen sich die Fallzahlen auf einem niedrigen Niveau. 2025 lagen sie nach WHO-Angaben bei 232 Fällen. Die notwendige Impfquote von 95 Prozent für die zweite Impfdosis wird mit rund 92 Prozent allerdings wie schon seit Jahren einmal mehr verfehlt. MedizinerInnen aller Fachrichtung – auch zahlreiche Dermatologinnen und Dermatologen –  bieten ihren PatientInnen Impfungen an.

Regionales Psoriasis Netzwerk Nordbayern Mob.: +49 162 3460 900  

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