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Primärarztsystem: Gesetzesvorhaben im Dialog gestartet
BERLIN – Die Reform der Zugangsregelungen zur fachärztlichen Versorgung nimmt an Fahrt auf. Zum Auftakt des Gesetzgebungsverfahrens hat Bundesgesundheitsministerin Warken zahlreiche Akteure aus dem Bereich der ambulanten Patientenversorgung zu einem „Dialog“ in ihr Ministerium eingeladen.
„Die ambulante Gesundheitsversorgung in Deutschland steht vor großen Herausforderungen: knappe personelle und finanzielle Ressourcen, teilweise lange Wartezeiten und der demografische Wandel, der diesen Trend noch verstärken wird,“ so das Ministerium in einer Presseerklärung zum Hintergrund. CDU/CSU und SPD hatten sich bereits im Koalitionsvertrag für eine „möglichst zielgerichtete Versorgung und eine schnellere Terminvergabe“ auf die Etablierung eines Primärversorgungssystems geeinigt.
„Vom geplanten Primärversorgungssystem werden alle Seiten profitieren: mehr Navigation durch den ambulanten Bereich, eine schnellere Versorgung entsprechend der medizinischen Notwendigkeit sowie ein zielgerichteter und effizienter Einsatz von personellen und finanziellen Ressourcen,“ verspricht die Ministerin. „Ein wesentlicher Bestandteil werde dabei ein verlässliches digitales bzw. telefonisches Verfahren zur Ersteinschätzung sowie die Weiterentwicklung der Terminvermittlung sein,“ kündigte sie an.
Für die Kassenärztliche Vereinigung begrüßte der Vorstandsvorsitzende Dr. Andreas Gassen, den Auftakt. Positiv äußerte sich auch von Seiten der Vertragspartner die Stellvertretende Vorsitzende des GKV-Spitzenverbands, Stefanie Stoff-Ahnis.
„Wir verfügen mit der 116117 über ein leistungsfähiges Instrumentarium, das sich insbesondere im Sinne der digitalen Steuerung ausbauen lässt. Gemeinsam mit den Kassenärztlichen Vereinigungen bieten wir unsere konstruktive Unterstützung an,“ so Gassen.
Mit einem Ergebnis des Gesetzgebungsverfahrens wird nicht vor dem Herbst 2026 gerechnet. Realistisch ist, dass wir im Laufe des kommenden Jahres entsprechende Idee haben, die dann auch zeitnah umgesetzt werden können“, sagte BMG-Staatssekretär Tino Sorge (CDU) im Herbst 2025 in einer öffentlichen Sitzung des Petitionsausschusses im deutschen Bundestag.​








