


Für Patienten
Andauernder Juckreiz belastet die Lebensqualität am stärksten
BERLIN/BAD BENTHEIM – Der klinische Schweregrad bildet nur unzureichend die Belastungen chronisch entzündlicher Hauterkrankung ab. Bei der Beurteilung der Lebensqualität müssen weitere Faktoren wie Schlafstörungen und mehr noch als die Stärke des Juckreizes seine Dauer berücksichtigt werden..

Selbst den Schlaf raubt der Juckreiz noch...
Foto: AdobeStock/Hanna
Das zeigt eine prospektive Querschnittsstudie mit 522 Erwachsene, die an chronischem Juckreiz infolge einer atopischen Dermatitis, einer Psoriasis, einer chronischen Prurigo oder einer Urtikaria litten. An der Studie beteiligt waren im Zeitraum von September 2018 bis Oktober 2020 zwei dermatologischen Kliniken und zehn dermatologische Praxen in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen.
DermatologInnen beurteilten den klinischen Schweregrad der Hauterkrankung. Die Lebensqualität wurde anhand des Juckreiz-spezifischen 5-Pruritus-Life-Quality-Fragebogen erfasst, der Angaben der Teilnehmenden zur stärksten und zur durchschnittlichen Juckreiz-Intensität innerhalb der vergangenen 24 Stunden, zur täglichen Juckreizdauer, zur Kratzhäufigkeit sowie zu Juckreiz-bedingten Schlafstörungen berücksichtigt.
Der klinische Schweregrad der Hauterkrankung und die Beeinträchtigung der Lebensqualität korrelieren der Studie zufolge am stärksten mit der tägliche Juckreiz-Dauer, gefolgt von Schlafstörungen, Kratzhäufigkeit und durchschnittlicher Juckreiz-Intensität. Einzelne besonders intensive Juckreiz-Episoden belasteten den Alltag weniger stark als Beschwerden, die über längere Zeit anhielten, den Schlaf störten oder wiederholt zum Kratzen führten.
Quelle:
Pereira MP, Salameh P, Tsianakas A, Szymczak H, Apfelbacher C, Ständer S, Zeidler C. Itch, Scratching, and Sleep Mediate the Association between Disease Severity and Quality of Life in Pruritic Dermatoses: A Cross-Sectional Study. Dermatol Ther (Heidelb) 2026 Jul 7. doi: 10.1007/s13555-026-01844-5.








