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Aktuelles

Rheumatologie für Dermatologen  – Fortbildung in der Hautarztpraxis:

NÜRNBERG – Die Hautarztpraxis von Dr. Yasmin Ghane am Hefnerplatz war Treffpunkt, Thema „Rheumatologie für Dermatologen“ beim jüngsten Treffen des Psoriasis- und Entzündungsnetzwerks Nordbayern. Der Referent des Abends, Prof. Jürgen Rech, Oberarzt an der Medizinischen Klinik 3 Rheumatologie und Infektiologie des Universitätsklinikums Erlangen, brach eine Lanze für die Zusammenarbeit beider Fachgruppe in der Prävention und Therapie. 

Treffpunkt Hautarztpraxis. zur gemeinsamen Fortbildung  bei Dr. Yasmin Ghane  (links, Mitte) in Nürnberg.

Üblich in der Versorgung sei aktuell nur eine „bedarfsgerechte Minimalversorgung“. „Wir warten bis das Kind in den Brunnen gefallen ist,“ skizzierte Rech plakativ die Folgen

Allein im Zeitraum von 2009 bis 2015 sei die Zahl der rheumatologischen Erkrankungen um fast ein Viertel angestiegen. Mit einem frühen ganzheitlichen Ansatz ließe sich die Zahl der jährlichen Neuerkrankungen nach seiner Einschätzung um 40 Prozent verringern und ein massiver Rheumaschub oft um Jahre hinauszögern.

Das gemeinsame Auftreten rheumatologischer Krankheitsbilder und chronisch entzündlicher Hauterkrankungen ist evident.  Früherkennung sei „kein Hexenwerk“, warb der Erlanger Rheumatologe um Unterstützung. Eine aufwändige rheumatologische Labordiagnostik in der Hautarztpraxis sei eher entbehrlich. 

Im VideoClip passt Prof. Jürgen Rech fzentrale Punkte seines Vortrags izusammen.  (Bild und Video: Blu)

Die „Haut als Fenster“  

DermatologInnen sehen nach Rechs Worten bei ihren Hautpatienten erste Anzeichen von Rheuma allerdings vielfach eher als ihre rheumatologisch tätigen FachkollegInnen. 

Eine sorgfältige dermatologische Anamnese gebe oft schon frühzeitig  entscheidende Hinweise: der Blick auf die Gelenke beispielweise und die Frage nach Schmerzen, nach Verlauf und Dauer von Beschwerden wie Morgensteifigkeit. Kollagenosen gelten als Warnsignal. Und auch den Patienten zuzuhören, sei eine Kunst. Für die Psoriasis-Arthritis-Klassifikation ist darüber hinaus in der Rheumatologie der CASPAR[-Fragebogen etablierter Standard. Der in der Dermatologie häufig eingesetzte GEPHARD-Selbstauskunftbogen gilt ebenso als aussagekräftig. 

In der rheumatologischen Differentialdiagnostik lassen sich anhand von Laborwerten und/oder klinischen Daten zahlreiche weitere rheumatologische und Autoimmun-Krankheitsbilder erkennen und bestimmen: von der axialen Spondylarthritis über die Arthrose, die Fibromyalgie und die Gicht bis hin zum systemischer Lupus erythematodes, die Rech anhand von Fallbeispielen aus dem Klinikalltag präsentierte.

Regionales Psoriasis Netzwerk Nordbayern Mob.: +49 162 3460 900  

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